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Wer Radieschen sät...

24.09.2008

... wird keine Rettiche ernten / Ausbildungsmesse NECzubi 2.0 am 26. September

Neustadt. Die Frankenhalle wird wieder Schauplatz sein der zweiten Ausbildungsmesse in der Großen Kreisstadt – NECzubi 2.0 genannt. „Kommen, informieren, bewerben“, lautet das Motto. Doch im Vergleich zum Vorjahr hat sich einiges getan. „Von der Zahl der beteiligten Unternehmen über das Programm bis hin zur Ausweitung nach Rödental haben wir dieses Jahr zugelegt“, sagt Organisator Matthias Dietz, Chef der gleichnamigen Federnfabrik. So nehmen dieses Jahr 22 Betriebe teil, im Vorjahr waren es gerade einmal 16. Und dazu wird die komplette Frankenhalle benötigt, die kostenfrei von der Stadt zur Verfügung gestellt wird. „Natürlich freut es uns, dass auch dieses Jahr wieder eine Ausbildungsmesse in Neustadt stattfindet“, begrüßt Oberbürgermeister Frank Rebhan das Engagement „und auch wir beteiligen uns mit der Verwaltung und dem Bauhof, die beide ihre Ausbildungsangebote vorstellen“.

Außerdem ist das Programm erweitert worden und bereits am Donnerstag, 25. September, wird um 19:30 Uhr im Rathaus eine Abendveranstaltung für die teilnehmenden Betriebe stattfinden. „Die haben wir mit zwei Impulsreferaten garniert“, erläutert Armin Münzenberger, Stadtwerke Neustadt Geschäftsführer und Mitorganisator. „Wer Radieschen sät, wird keine Rettiche ernten“, lautet der viel versprechende Titel eines davon, verrät Münzenberger.

„So wollen wir Mehrwert für die Beteiligten generieren über eine Art Netzwerkbildung“, fügt Dietz hinzu. Neben den Schülern der Haupt- und Realschule aus Neustadt kommen dieses Mal auch die der Rödentaler Hauptschule in den Genuss, sich einen ganzen Vormittag über das Lehrstellenangebot zu informieren: „Da der M-Zug jährlich wechselt und dieses Jahr in Rödental unterrichtet wird, lag es nahe, auch diese Schule zu involvieren“, erklärte Dietz. Und das schlägt sich auch in der Beteiligung weiterer Unternehmen nieder.

„Neu dabei sind auch Saint-Gobain und Martin Stanz- und Umformteile“, zeigte Michaela Nguyen von connect auf, die selbst einen Stand betreiben. connect hatte im Vorfeld schon schriftliche Tests und praktische Teammodule durchgeführt und beides speziell für diese Messe entwickelt. Der erfolgreichsten Jugendlichen nehmen an den praktischen Modulen teil und bekommen nach deren Auswertung Gutscheine für Vorstellungsgespräche bei den beteiligten Unternehmen.

„So wurde ein Anreiz geschaffen, denn die Firmen verpflichten sich, diese Bewerber nicht durch die Mühlen einer innerbetrieblichen Vorauswahl laufen zu lassen“, erläuterten Dietz und Nguyen. „Natürlich liegt es uns am Herzen, nicht nur Abiturienten hier in der Region zu halten, sondern auch den künftigen Facharbeiter, und der kommt nun einmal mit Quali oder Realschulabschluss“, begründete der Personalleiter von Saint-Gobain, Rainer Bosecker, die Teilnahme seines Unternehmens an der NECzubi 2.0. Aber auch Polizei, IHK und Handwerkskammer zeigen Präsenz. „Daneben haben wir ganz starken Zuwachs auf dem sozialen Sektor bekommen“, so Nguyen „mit im Boot sind ASB und AWO, die Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Dienste sowie die Staatliche Berufsschule für Hauswirtschaft und Kinderpflege“.

Natürlich soll die Ausbildungsmesse, die unter dem Namen NECzubi 2.0. firmiert, „langfristig in Neustadt etabliert werden, da die Resonanz seitens der Beteiligten überwältigend ist“, blicken Dietz, Münzenberger und ihre weiteren Mitstreiter schon wieder nach vorne „einer neuerlichen, dann vielleicht noch größeren und informativeren Ausbildungsmesse steht nichts im Wege“. Einen Wunsch hegt Matthias Dietz freilich: „Wir würden uns freuen, wenn auch die Bevölkerung am Nachmittag vorbeischauen würde, denn deren Resonanz war im vorigen Jahr sehr gering“. Die Ausbildungsmesse ist am Freitag von 8 bis 13 Uhr für Schulabgangsklassen reserviert, ab 13 bis 17 Uhr eine öffentliche Veranstaltung.

Quelle: Wochenspiegel vom 24.09.2008
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